Donnerstag, 26. Juli 2012

Milchbildungstee


Milchbildungstee kann die Milchbildung (Laktation) positiv beeinflussen und hat sich im traditionellen Gebrauch gut bewährt.

Milchbildungstee


Gelegentlich denken Mütter nicht ausreichend Milch zu haben, um das Baby zu füttern. Der Auslöser für diesen Eindruck bei Müttern kann z.B. sein, dass das Drüsengewebe nicht mehr so stark anschwillt oder das Baby häufiger gestillt werden möchte. Stillen alle 2-3 Stunden ist ganz normal. Wenn das Baby sich häufiger meldet, so regt es damit die Milchproduktion an, weil es möglicherweise einen Wachstumsschub hat. Tatsächlicher Milchmangel liegt nur dann vor, wenn das Baby nicht mehr an Gewicht zulegt und ständig unzufrieden ist. [1]

Die emotionale Unterstützung der Mutter durch den Partner beim Stillen ist sehr wichtig. Ruhe und Entspannung für die Mutter sind hilfreich um Stillreflexe auszulösen. Es gibt eine Reihe von Hausmitteln, um die Milchbildung anzuregen. Neben einer ausgewogenen Ernährung der Mutter, die das A und O darstellt, kommen auch sogenannte Milchbildungstees aus Heilpflanzen zum Einsatz, um die Milchbildung anzuregen.

Milchbildungstees gibt es von der Stange zu kaufen, dabei haben Milchbildungstees immer eine ähnliche Zusammensetzung. Eine Mutter kann sich ihren Milchbildungstee auch ganz einfach selber mischen. Ein selbstgemachter Milchbildungstee ist immer wirkungsvoller als ein pulverisierter, abgepackter Milchbildungstee, weil sich das ätherische Öl darin schon verflüchtigt hat.

Ein Milchbildungstee erfordert Anis, Fenchel, Dill, Kümmel, Brennnessel als wichtigste Bestandteile und darüber hinaus auch Schafgarbe, Hopfen und Melisse. Diese Heilpflanzen werden zu gleichen Teilen gemischt. Je nach Verfügbarkeit und Gusto kann auch eine der Heilpflanze weggelassen werden. Von der Teemischung wird 1 TL in einer Tasse mit kochendem Wasser überbrüht und bedeckt 10-15 min. ziehen gelassen. Vom Milchbildungstee werden täglich 3-5 Tassen getrunken.

Ein traditionelles Rezept empfiehlt auch die Anwendung von Fenchelpulver zu gleichen Teilen gemischt mit Zucker und täglich einen Löffel davon zu essen, um die Milchbildung anzuregen.

Fenchel (Foeniculum vulgare) für Milchbildungstee Blattgold Dr.Becker ® 

Große Brennnessel (Urtica dioica) für Milchbildungstee Blattgold Dr.Becker ® 

Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) für Milchbildungstee Blattgold Dr.Becker ® 

Echter Hopfen (Humulus lupulus) für Milchbildungstee Blattgold Dr.Becker ® 


Zitronenmelisse/ Melisse (Melissa officinalis) für Milchbildungstee Blattgold Dr.Becker ® 

Beim Anis und beim Fenchel ist es wichtig die Früchte vorher in einem Mörser anzustossen, da das wirkungsvolle ätherische Öl erst durch das Aufbrechen der Schale freigesetzt wird. Das gedeihliche ätherische Öl befindet sich in Sekretgängen in dem Samen. Beim Milchbildungstee von der Stange sind die ätherischen Öle nur dann in ausreichender Menge vorhanden, wenn die Teebeutel einzeln in einer Schutzfolie eingepackt sind. Im Übrigen enthalten auch die anderen Heilpflanzen des Milchbildungstees ätherisches Öl in geringen Mengen. Frischer Zitronengrastee wird im Ayurveda verwendet, um die Milchbildung anzuregen.

Fenchelfrüchte für Milchbildungstee Blattgold Dr.Becker ® 
Anstossen der Fenchelfrüchte im Mörser Blattgold Dr.Becker ® 


Blattgold Dr.Becker ® 
 

Quelle:
[1] Harder, U. Wochenbettbetreuunge in der Klinik und zu Hause. 3. überarbeitetet Auflage. Hippokrates Verlag, 2011. S.106-108.

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