Mittwoch, 28. November 2012

Die erste Erkältung

Heute morgen gegen 6.30 Uhr wachte meine sieben Monate alte Tochter mit Schnupfen und Husten auf. Winterzeit ist Erkältungszeit und ich hatte mich schon gefragt, wann es bei unserer Tochter das erste mal so weit sein würde. Vor zwei Tagen war sie mit anderen Kindern zusammen für eine Stunde in der Kinderbetreuung gewesen, während Mama sich beim Personal Training in Form bringen ließ. Der kleine Raum in dem die Kinder auf engstem Raum beieinander sitzen und gemeinsam spielen ist natürlich eine ideale Brutstätte für Erkältungsviren. Zudem wird dort schlecht gelüftet und es findet kaum Luftaustausch statt.


"Hatschi" Blattgold Dr.Becker ®

Jedenfalls hat die Kleine sich eine Erkältung zugezogen, die sich heute morgen in Niesen, Husten und etwas Heiserkeit äußerte. Da ich noch keinen genauen Fahrplan hatte, was jetzt zu tun sei, zückte ich mein Lehrbuch Pädiatrie und ein Lehrbuch über Heilpflanzen in der Kinderheilkunde, das ich sehr empfehlen kann. Die Diagnose akute virale Rhinopharyngitis (Erkältung) war schnell gestellt. Dies ist die häufigste Ursache für akuten Husten und bei meiner Tochter am plausibelsten. Virale Atemwegsinfektionen werden meist symptomatisch behandelt und benötigen keine Antibiotika. Ich blätterte noch ein wenig im Pädiatriebuch und war ein wenig entsetzt darüber auf welche Krankheiten das Symptom Husten sonst noch passt. Jetzt leuchtete mir ein wieso mein Mann mir nach der Geburt verboten hatte in dem Pädiatriebuch zu lesen. Es verunsichert, wenn man von schlimmen Kinderkrankheiten liest. Die Prognose einer Erkältung ist ja in der Regel gut.

Glücklicherweise hatte sie kein Fieber. Von Fieber spricht man bei einer rektalen Körpertemperatur über 38,5 C°. Bei der Fiebermessung unter der Axel, im Mund oder im Ohr liegt die Temperatur um 0,3-0,6 C° niedriger. Fieber ist im Kindesalter ein sehr häufiges und oft harmloses Symptom einer bakteriellen oder viralen Infektion. Da die Diagnose klar war schien die Vorstellung beim Kinderarzt verfrüht. Erst bei einer Verschlechterung würde ich meine Tochter in der Kinderarztpraxis vorstellen. Ausserdem machte die Kleine keinen kranken Eindruck, d.h. sie war trotz der Erkältungssymptome aufgeweckt und bekam gut Luft. Bei dem Niesen und Husten handelte es sich um die ersten Symptome einer Erkältung (virale Atemwegsinfektion). Eine unkomplizierte Erkältung klingt ab, wenn sie sofort im Anfangsstadium entsprechend behandelt wird. Damit die Erkältung nicht richtig ausbricht beschloss ich selbst aktiv zu werden. 


Kein ätherisches Öl von Pfefferminze, Minze, Eukalyptus und Campher bei Kleinkindern und Säuglingen! Blattgold Dr.Becker ®
Video Heilpflanze Pfefferminze: 



Allgemeinmaßnahmen bei Erkältung
Zunächsteinmal werde ich für Ruhe und Schonung meiner Tochter in den nächsten Tagen sorgen, damit sie schnell wieder gesund wird. Das bedeutete auch für mich nicht raus zu gehen, sondern mit meiner Tochter zu Hause zu bleiben. Für Kinder sind bei Erkältung Einreibungen der Brust und des Rückens mit Erkältungssalben sinnvoll. Solche Erkältungssalben enthalten verschiedene ätherische Öle, die antiviral und antibakteriell wirksam sind, die Bewegung der Flimmerhärchen der Atemwege verbessern und somit den Abtransport von Hustenschleim fördern sowie atemerleichternd wirken. Die ätherischen Öle von Pfefferminze, Minze, Eukalyptus und Campher dürfen bei Kleinkindern und Säuglingen wegen der Gefahr von Kehlkopfkrämpfen nicht angewendet werden. Ätherisches Öl von Lavendel oder Fichtennadel dagegen schon.




Ätherisches Fichtennadelöl und kosmetischer Lösungsvermittler für ein Erkältungsbad
Blattgold Dr.Becker ®

Erkältungsbad für Babys
Nach dem Stillen heizte ich das Bad damit es schön warm wurde und es nach dem Baden nicht zum Auskühlen des kleinen Körpers kommt. Das Bademäntelchen und das Handtuch wärmte ich auch auf der Heizung vor. Meine Tochter steckte ich in ein 36-37 C° warmes Vollbad, das ihr fast bis zu den Schultern ging. Hätte meine Tochter Fieberzeichen gehabt, hätte ich sie nicht gebadet. In das Vollbad gab ich zunächst nur einen Tropfen ätherisches Fichtennadelöl in einem kosmetischen Lösungsvermittler, das ich aufgrund der kleinen Menge in meiner Hand mischen konnte. Als Lösungsvermittler hätte ich auch etwas Milch verwenden können. Der Duft des ätherischen Öls war nicht zu stark und verflog rasch, deshalb tropfte ich nach fünf Minuten noch drei Tropfen ätherisches Öl der Fichtennadel nach und verteilt es gut im Badewasser. Während des Badens achtete ich darauf, dass der Rücken nicht auskühlte indem ich warmes Wasser mit der hohlen Hand schöpfte und über den Rücken laufen ließ. Mit dem Badethermometer wurde die Badewassertemperatur im Auge behalten. Nach 10 Minuten holte ich meine Tochter aus der Badewanne und steckte sie sofort in den vorgewärmten Bademantel, trocknete sie ab, wickelte sie, rieb Brust und Rücken fix mit einem Mazerat aus Fenchel ein, zog ihr einen warmen Strampler und ihren flauschigsten Pulli an. Ätherisches Öl von Fenchel wirkt nicht nur bei Koliken sondern auch bei Erkrankungen der Atemwege heilend.


Bademantel und Handtuch werden auf der Heizung vorgewärmt
Blattgold Dr.Becker ®




Nach dem warmen Bad fing sie auch an zu quengeln, wollte gestillt werden und ins Bett. Kuschelig eingepackt schlief meine Tochter nach dem Stillen sofort ein und schläft sich nun hoffentlich gesund. Das Schlafzimmer habe ich bevor ich meine Tochter gebadet habe auch gelüftet und anschließend wieder die Heizung aufgedreht damit sie es warm hat. Ihr kleiner Körper und Immunsystem werden die Erkältungsviren hoffentlich in den Griff bekommen. Wenn sie aufwacht werde ich ihr tagsüber auch noch das Majoran-Nasenöl gegen Schupfen unter das Näschen schmieren. Sie muss heute im Bett bleiben und ich werde mich mit Kinderbüchern und Spielsachen neben sie setzen. Mit etwas Glück wird die erste Erkältung durch Mamas Sofortmaßnahmen so weit eingedämmt, dass die Kleine sich nicht zwei Wochen lang mit Husten und Schnupfen quälen muss. 

Schlaf dich gesund
Blattgold Dr.Becker ®

Nachtrag:
Diese Prozedur mit dem Fichtennadelölbad am Vormittag habe ich drei Tage hintereinander gemacht. Die Kleine wurde jeden Tag warm angezogen, hat viel geschlafen und ich blieb mit ihr zu Hause. Der Schnupfen ist inzwischen ganz weg und nur der Hals ist noch etwas belegt. Gehustet wird aber auch nicht mehr. Nicht jede Erkältung wird so glimpflich ablaufen, aber ich kann mir selbst auf die Schulter klopfen und glaube diesmal als Mama alles richtig gemacht zu haben.

Kommentare:

  1. Mal eine ganz doofe Frage, warum bist du nicht rausgegangen?
    Ich dachte frische Luft ist immer gut?

    Viele liebe Grüße

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  2. Was man immer zu Hause haben sollte, ist Salbeitee. Salbei desinfiziert, sowohl den Rachen beim Trinken oder Gurgeln, als auch die Luft, wenn man den Tee regelmäßig versprüht oder in Gefäße gibt, die an der Heizung hängen.

    Ich wünsche Euch ein immer gesundes Kind
    LG Flo

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  3. Süß ist deine Tochter.Sie schläft sich ganz bestimmt gesund.
    Schöne Adventswoche und liebe GRüße Jana.

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